Historischer SpaziergangMan erzählt, dass damals die Sankt Georgener alten Leute sind deswegen im Pferdewagen nach Sugas heraufgezuckelt, weil sie noch einmal fühlen wollten, was einmal hart war, so sagten sie: „also, jetzt werden wir uns auch abdämpfen und denken an den alten Dingen...” Wie sie ankamen, tauchten diejenigen die mit ihrem Herz kein Problem gehabt haben ins kalte Wasser, die anderen haben nur den Staub von den Füssen abgespült, und nachher haben sie sich im Dämper bequem gemacht. Nach kurzer Zeit hat sich dort alles aufgewärmt und begann zu kribbeln und sich hänseln, weil das himmlische Gas wundervolle Sachen verursacht. Nach vielen Seufzer sind die alten schönen Keckheiten herausgekommen, die Schnurrbärte sind gedreht worden, und die müden Augen haben wieder in ihren alten Licht geglänzt.Der Dämpfer wurde Dank einer neugierigen österreichischen-ungarischen Offizier gemacht. Er hat eine Goldmiene eröffnet, obwohl es in diesem Areal kein Gold gibt. Er hat bei einem Ausflug einen solchen Gestein gefunden, in welchem goldfarbige Körnchen glitzerten. Er wusste nichts über den Gesteinen, aber er liebte wahrscheinlich das Gold, weil er sofort eine Miene eröffnete und einen ca. 50 Meter langen Stollen graben liess. Inzwischen hat ihm jemand aufgeklärt, damit er nicht mehr nach Gold sucht, weil der Gestein vom Eisenoxyd verfärbte Glimmer ist. Wegen dieser Nachricht hat der Offizier sich umgebracht. Von ihm ist uns der Dämpfer zugekommen, unter den Namen Mofetta, nachdem in der ausgegrabenen „Goldmiene” die wundertätige Gase aus der Erde aufbrachen. Um das Jahr 1870 hat man den primitiven Dämpfer gefertigt, aus der Initiative von Béla Sikó, der weise Polizeikapitän der Stadt Sankt Georgen. Alle die diesen Platz kennten, haben es verstanden, dass hier das Wasser, das Klima, die aus der Erde heraustretende Gase und die unermessliche Ruhe den Körper und die Seele des Menschen verhätscheln, deswegen hat man auch etwas getan, um diese Naturwunder zu besitzen. Die ersten kleinen Villen aus Holz sind gebaut worden und das Leben begann zu rauschen. Man hat ein Gasthaus, ein Restaurant, eine geräumige Sommerpavillion, ein Warmbadbecken und zwei Becken mit kaltem Wasser gebaut. Man hat mit dem Ausbau der Mineralwasserquellen angefangen, gleichzeitig haben sie auch je einen Namen bekommen. Am Anfang des XX. Jahrhunderts wurde das Sugas Verwaltungs- und Verschönerungskomitee gegründet, dessen Aufgabe die Modernisierung des Weges, die Telephonlinie, der Ausbau der Villagrundstücke und Alleen und die Erschaffung einer Musikpavillon war. An kühlen Abende ertönte immer öfter die Zigeunermusik, und aus dem Anlass der berühmten Ana-Bälle tanzten hier bis in die Früh die Burschen und die Mädchen. Zwischen den zwei Weltkriegen hat man den Badeort ausgebaut und verschönert, es erschienen schönere und nettere Villen, welche übergaben dann ihrerseits den Platz für die Gebäuden der heutigen Epoche mit anderem Geschmack und anderem Bedarf. Am Ende der Achtziger Jahren baute man eine einundhalb Kilometer lange Schipiste mit Schilift, damit der Schifahrer nicht wegfahren müsse. Im Einklang mit der Ruhe, Friede und Stille der Natur finden wir hier schon alles was im modernem Leben unentbehrlich ist. |


